Pressekonferenz März 2008
Kurz nach Ostern konnte das Projekt vorgestellt werde. Vor versammelten Schülern, Lehrern, und Presseleuten konnte Frau Direktor Dr. Barbara Willimek den Schulamtsleiter Dr. Höllrigl, den Landesrat Dr.Laimer, den Amtsdirektor Dr. Huber und andere mehr willkommen heissen.
Der Landesrat Dr. Laimer war begeistert über dieses neue Projekt und unter seiner Regie wurde auch die große Empfangsanlage für Satellitenbilder auf dem Ritten im X-Band mit einer über 5 Meter großen Schüssel geplant und derzeit errichtet.
Es wurde nun eine Präsentation über den Satelliten gestartet. Mit Weltraummusik und entsprechenden Bildern wurden die Zuhörer in Stimmung gebracht.
Bilder aus dem Weltraum haben bereits vor hundert Jahren in Max Valier die Sehnsucht nach den Sternen entfacht, jedoch "per aspra ad astra" gilt heute wie vor hundert Jahren.
Mehrere Fernsehteams nehmen alles auf. Das Projekt kommt in den abendlichen Nachrichten und verursacht viel Erstaunen und Kopfschütteln.
Projektleiter Ludwig Orgler, Elmar Weiss (Präsident der Amateurastronomen) am Mikrofon, und Dieter Seiwald (stellvertretender Projektleiter) erzählen, wie es zu diesem Projekt gekommen ist.
Die Frau Direktor, stolz auf ihre Schüler, fordert diese nun auf, ihre Arbeiten und Überlegungen in Bezug auf den Satelliten zu zeigen und zu erklären.
Tobias Mayr der 5. Klasse Elektrotechnik führt sein Simulationsprogramm für eine Satellitenbahn vor. Geschrieben in Visual C++ zeigt dieses Programm den sich drehenden Satelliten aus jedem beliebigen Blickwinkel und berechnet die Beleuchtung von der Sonne für den Satelliten und für die drehende Erde. Das Programm wurde aufgebaut auf die Arbeiten von Julian Mautner (Ex-Meraner Gewerbeoberschüler), welcher im Schuljahr 2006/2007 eine Goldmedaille beim nationalen Wettbewerb in Informatik gewann.
Sigmund Senoner der 4. Klasse Elektrotechnik führt seine ersten Programmierkenntnisse im Bereich Mikrocontroller vor. Mit einem leichten Akzent, typisch für die Ladiner, erklärt er souverän, wie man Know How umsetzt.
Die ersten Erfahrungen wurden mit einem MC68HC908MR32 Controller gemacht, wobei die leuchtenden Punkte auf dem Bildschirm per Funk auf das Satellitenmodell übertragen wurden und dort synchron aufleuchteten.
Simon Stürz der 5. Klasse Maschinenbau machte sich Gedanken zur Lageregelung des Satelliten und zeigt sein Simulationsmodell für actio und reactio. Auf einem auf Luft gelagerten Drehteller wurden erste Versuche zur Erprobung eines Lageregelungssystems gemacht.
Andreas Parteli, welcher zusammen mit Vattai und Gummerer diese Webseite für den Satelliten erstellte und immer noch weiter betreut, zeigt die Programmierkenntnisse in PHP. Alle drei sind aus der 4. Klasse der Informatiker.
Valentin Eberhöfer von der 4. Klasse Elektrotechnik erläutert die Software einer Webcamera und führt das Programm auch vor. Die Aufnahme der Webcam wird dabei in neun Rechtecke zerlegt, welche einzeln analysiert werden und die Bewegungsaktivitäten in den einzelnen Fenstern werden mit Zahlen und auch mit Einfärbungen angezeigt.
Was bleibt da der Frau Direktor noch anderes übrig, als diese Schüler zu loben und sie als Beispiel für alle anderen hinzustellen. Dies in der Hoffnung, dass es in kurzer Zeit noch viel mehr Schüler werden, welche ihre Freizeit in dieses Projekt und damit in ihre eigene Zukunft investieren.
Dr. Peter Predehl vom Max Planck Institut für Extraterrestrische Physik in Garching erklärt das miniaturisierte Röntgentelskop µRosi, die primäre Nutzlast (payload) für den Satelliten. Dr. Predehl kam zusammen mit Dipl. Ing. Tiedemann, einem Spezialisten für Satellitentechnik und Frau Dr. Fürmetz, welche sich mit Kältetechnik bestens auskennt.
Dr. Predehl erzählt in lockerer Weise, wie es überhaupt zu dieser Payload gekommen ist. Er wurde letzten Herbst zu einem Vortrag über die Zeit von der Stadtgemeinde Bozen eingeladen und die Amateurastronomen waren auch da. Schnell kam man ins Gespräch und dann ging es nur mehr um Satelliten. Zurück in Garching kam von Predehl, Tiedemann und Fürmetz der Vorschlag des Röntgenteleskops.
Dr. Walter Huber, Amtsdirektor im Amt für Natur und Umweltschutz, hat dieses Projekt von Anfang an unterstützt und begleitet.
Der Schulamtsleiter Dr. Höllrigl analysierte die Zufälle, welche zu diesem Projekt geführt hatten. Mag auch vieles Zufall sein, so muss man aber auch bereit sein, die Möglichkeiten anzunehmen und weiter zu führen.
Die Frau Direktor machte den Abschluss der Pressekonferenz und wies noch einmal auf die Bedeutung der Sternwarte "Max Valier" für dieses Projekt hin. Max Valier selbst, Raketenpionier und Astronom, schrieb 1929: Am Können nur liegt es, den Traum zu verwirklichen Nach oben |
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